Hier sind Tipps zum kostengünstigen Heizen zu finden

Der Berliner Senator Sarrazin meint zwar, daß wir auf Grund der rasant steigenden Energiekosten in Zukunft bei 16 Grad und dicken Pulli bibbern müssen. Vorher sollten aber alle Möglichkeiten für Energie-Einsparungen genutzt werden.

Wie stelle ich fest, ob der Verbrauch meiner Heizung angemessen ist?

Sie kennen den Jahresverbrauch an Öl oder Gas? Nehmen wir als Beispiel einen Verbrauch von 3000 Litern incl. Warmwasserbereitung an. Multiplizieren Sie die Zahl mit 10, dann haben Sie den Energieinhalt des Öls in Kilowattstunden umgerechnet (als Überschlagsrechnung auch für Gas zu gebrauchen). Das Ergebnis teilen Sie durch die beheizte Fläche in Quadratmetern. Wenn der Wert über 130 bis 150 Kilowattstunden liegt, sollten noch Einsparmöglichkeiten bestehen. Je höher der Wert, destro mehr lohnen sich Einsparmöglichkeiten. Bei Werten über 200 kWh/(m2a) sollten Sie an Energiesparen denken. Bei Werten unter 120 können Sie sich gratulieren. Neue Gebäude sollten unter 100 kWh/(m2a) Verbrauch haben.

Heizen in nicht bewohnten Räumen

Im Winter in nicht bewohnten Räumen heizen?

Ja, wenn die Räume ab und zu genutzt werden, sonst bildet sich Schimmel an den Wänden.

Nein! Wenn die Räume nicht genutzt werden. Wenn Sie dort nicht duschen, keine nasse Wäsche zum Trocknen aufhängen und dort auch nicht schlafen, dann wird keine Feuchtigkeit freigesetzt, die sich an kalten Wänden niederschlagen kann. Die Türen zu diesen Räumen sollte geschlossen sein. Stellen Sie dort ein Hygrometer auf und schauen Sie gelegentlich nach den Werten. Liegt die relative Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent, sollten Sie keine Probleme bekommen.

Was bringt die Nachtabsenkung?

Ist es ist sinnvoll die Heizung nachts in die Absenkung zu schicken, weil ich ja am Morgen wieder hochheizen muß, damit diese wieder ihre Normaltemperatur bekommt?

Natürlich müssen Sie die Speichermasse wieder hochheizen. Die Speichermasse verhindert auch das sich die Räume sehr abkühlen. Der Effekt ist am größten, wenn Sie die Heizung um mehrere Grad Celsius absenken. Denn kühlere Räume haben weniger Wärmeverlust nach außen - Fenster und Wände geben dann weniger Wärme an die Außenwelt ab. Ihre Einsparung wird durch die morgens wieder aufzuheizende große Speichermasse etwas geschmälert. Es kommt darauf an, wie gut das Haus gedämmt ist - je besser, desto geringer sind die Wärmeverluste und desto geringer ist der Effekt der Nachtabsenkung. Sie können auch eine Absenkung am Tage versuchen, wenn keiner zu Hause ist. Ausprobieren müssen Sie dann, wann die Absenkung am besten endet - damit es warm genug ist, wenn Sie nach Hause kommen.

Wenn Wände kalt sind

Wände die kalt sind, kosten unnötig Energie. Das kann man verhindern, indem man zwischen Wand und Heizkörper eine Isolierfolie klebt.

Thermostatventile

Thermostate sollen frei zugänlich sein und nicht mit Möbeln zugestellt werden. Wenn es nicht anders geht, sollte man Thermostatventile mit Fernfühler verwenden. Die gibts im Baumarkt und sind leicht selber zu montieren.

Energieblockaden

Möbel, wie Schränke und Sofas, die direkt an der Wand stehen, verhindern die Luftzirkulation. Wärmeverlust und Schimmelbildung sind die Folgen. Tip: Möbel eine Handbreite von der Wand abrücken.

Wohnungstür abdichten

Wärmeverlust ist fast bei allen Wohnungstüren ein Problem. Zugluftstopper aus dem Baumarkt schaffen Abhilfe.

Innentüren schließen

Um in einzelnen Räumen unterschiedliche Temperaturen zu halten, sollte man alle Türen schließen. Sonst findet der Wärmeausgleich zwischen wärmeren und kälteren Räumen (z.B. Flur, Schlafzimmer) statt. Besonders zu fühlen in hohen Räumen. Die Wärme steigt nach oben und unten bleibt es kalt.

Wenn die Kerze flackert

zieht es. Um die 20% Engergie verschwindet durch undichte Fenster. Neue Fensterdichtungen einsetzen, verhindert den ungewünschten Wärmeaustausch.

Wenn die Heizung gluckert,

befindet sich Luft im System und die Heizung bringt keine Wärme. Das Gas oder Öl wird denoch verbraucht. An jedem Heizkörper befindet sich ein Entlüftungsventil, eine Tasse darunter halten und mit einem speziellen Schlüssel (Baumarkt) öffnen. Solange offen halten bis nur noch Wasser, ohne Luftbläßchen, kommt. Dann wieder zudrehen.

Vorhänge sollte man haben.

Rollos, Vorhänge und Außenjalousien isolieren besser als man es sich vorstellt. Nicht nur Nachts, auch am Tag, bei längerer Abwesendheit sollte man die Vorhänge zuziehen. Das spart richtig Geld.

Steckdosen nachsehen

Oft pfeift durch Steckdosen kalte Zugluft. Das kann man leicht mit Kindersicherungen aus dem Baumarkt unterbinden. Die gibt es in 5er Packungen und sind recht preiswert. Der Wärmeverlust läßt sich hier nicht genau bestimmen.

Warmwasser zu kalt

Wer seinen Boiler unter 60 Grad einstellt, spart am falschen Ende. Unterhalb dieser Temperatur können sich Krankheitserreger vermehren. Sparen kann man aber doch. Mit Durchflußbegrenzern im Duschköpfe und Wasserhähne, die lassen nur noch die Hälfte der Wassermenge durch.

Stoßlüftung - Kommentar von Dirk

zu den Energiespartipps: " Stoßlüftung" ist besser als ständig angekippte Fenster, wenn sich bei kürzlich sanierten Häusern Schimmel bildet, kann die zu starke Wärmedämmung Schuld sein, das sieht man auch an zu schnell beschlagenden Fenstern - ein Problem, dass ich u.a. auch habe. Da ist die richtige Belüftung wichtig.

Flatrate als Stromfresser

Dank Flatrates lassen viele den Computer und die angeschlossenen Geräte, einschließlich Modem und Router den ganzen Tag laufen. Das kostet erheblich Energie. Braucht man das Internet nicht mehr sollte man neben dem PC auch Modem und Router ausschalten. Hier hilft eine schaltbare Steckdosenleiste. Auch in Arbeitspausen kann man Energie sparen, wenn man die Energiesparfunktion des Computers verwendet.

Außenbeleuchtung: Sparsame Lampen für Dauereinsatz auswählen

Sind Außenleuchten auf nächtlichen Dauereinsatz geschaltet, werden sie am besten mit Kompaktleuchtstofflampen an elektronischen Vorschaltgeräten (EVG) bestückt. Eine Alternative sind Energiesparlampen. Beide Leuchtmittel sind besonders sparsam. Wird das Licht dagegen mit Bewegungsmeldern geschaltet, sollten Leuchtmittel verwendet werden, die wie Glühlampen sofort den kompletten Lichtstrom abgeben.

Dreimal täglich Stoßlüften, auch bei Kälte

Auch wenn es extrem kalt ist, müssen die Zimmer gelüftet werden. Dauerlüften mit Kippfenster ist jedoch tabu. Dauerhaft gekippte Fenster lassen viel Wärme hinaus, aber wenig Frischluft hinein. Wer seine Fenster und Türen gut abdichtet, spart jährlich bis zu fünf Prozent Heizenergie. Bei Minustemperaturen reicht es, dreimal täglich Fenster und Türen fünf bis zehn Minuten weit zu öffnen. Sind viele Menschen in einem Raum, kann allerdings häufigeres Lüften nötig sein. Auch nach dem Duschen oder Kochen sollten die Fenster geöffnet werden, damit die entstandene Feuchtigkeit sofort abziehen kann. Wird aus Angst vor der Kälte nicht oder zu wenig gelüftet, droht nicht nur dicke Luft. Dann droht Schimmelbildung.

Dimmer und Energiesparlampen

Mit Dimmer kann ich keine Energiesparlampen nutzen, das war einmal. Heutzutage gibt es auch dimmbare Lampen, mit denen sich die Helligkeit nach Bedarf regeln läßt. Für eine gemütliche Beleuchtung sollten die Lampen in den Farben "warm-weiß" oder "extra-warmweiß" gewählt werden. Ist mehr Helligkeit gefragt, hilft eine Lampe mit höherer Wattzahl. Energie und Kosten spart man auf jeden Fall.

Heizung per Hand starten

Bei klirrender Kälte kann es schnell mal zu einem Stromausfall kommen. Dann fällt manchmal die Programmierung der Elektronik weg. Die Heizung muss dann von Hand neu gestartet werden. Tipp: Bei vorübergehender oder längerer Abwesenheit sollte immer ein Nachbar beauftragt werden, nach dem Rechten zu sehen, ob es im Haus noch warm ist! Bei Minusgraden in den Innenräumen drohen Frostschäden an Heizungs- und Wasserleitungen.


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