Sommerspaziergang in Woltersdorf

Niemals ohne Versicherung und Schwimmflossen

Ruedersdorfer Str Ruedersdorfer Str Faehrweg Meisensteg Meisensteg Meisensteg Meisensteg

Im letzten Winter, am 20. Januar bin ich die Strecke schon einmal abgelaufen und bin noch heute froh, dass ich es ohne Knochenbruch überstanden habe. Die Teststrecke ist wie einst, dass gleiche Karree wie vor einigen Monaten: Rüdersdorfer Straße; Fährweg; Meisensteg; Hochstraße; Am Stolp und endet wieder auf der Rüdersdorfer Straße. Gleich am Beginn der Strecke geht es einige ausgespülte Stufen hinauf. Der Sand ist seit langem weggeschwemmt. Einige Eisenträger versuchen vergeblich die Trittflächen in Form halten. Die Trittflächen sind über und unter der Oberfläche der Träger gerutscht, einige Eisenhalterungen ragen heraus. Das ganze wirkt sehr baufällig und unfallträchtig. Wenn ichs nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich nicht glauben, dass es so etwas in Deutschland gibt.

Links abbiegen in den Fährweg, der ist noch einigermaßen passierbar. Von Vorteil ist es, wenn der Wanderer fit ist. Von Insel zu Insel hüpfend, gelange ich halbwegs trockenen Fußes zum Meisensteg. Da sieht es übel aus, ich werde gleich von einem sich quer über die ganze Straßenbreite schwappenden Teich begrüßt. Wie beim letzten Spaziergang, am Zaun eines Anliegers festgeklammert überwinde ich das nasse Hindernis, der ganze Straßenzug ist ein einziger morastiger See. Durchgeweichten Schuhe sind mir sicher.

In der Hochstraße sieht es ähnlich schlimm aus. See an See. Vor lauter Pfützen ist kaum mal der mit tiefen Furchen durchzogene Grund zu sehen. In der Kurve dann das Prunkstück der Strecke, kein See - nein, ein Meer ohne jedes Ufer. Hier hilft nur durchwaten. Das Wasser schwappt in meine sich auflösenden Schuhe. Das es so etwas heutzutage noch gibt, einfach jämmerlich.

Bei dem Spaziergang gehts mir durch den Kopf: ein paar Fuhren Kies, damit die runtergekommenen Wege passierbar werden. Ob das Geld dafür reicht, möchte die Gemeinde doch ihr Rathaus verschönern und die Schule aufpeppen. Ob das jetzt schon schmucke Rathaus weiter aufgemotzt werden muss? Der Bürgermeister und die Gemeindevertreter scheinen da wohl in der Hauptsache an den Ortskern gedacht zu haben. Die weiter entfernten Ortsteile müssen die Kurzsichtigkeit der Gemeinde ausbaden, hier sogar im wörtlichen Sinn.



Bernd Wohlers  31.August 2009

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