Aussichtsturm in Woltersdorf

Hoch oben auf dem Kranichsberg ragt er empor

Aussichtsturm Kranichsberg Turm auf dem Kranichsberg Steiler Weg zum Gipfel Steiler Weg zum Gipfel Sanfter Weg zum Gipfel bequemer Weg zum Gipfel

Woltersdorf ist ein hübscher kleiner Ort am südöstlichen Stadtrand von Berlin. Das kleine Dorf wurde 1319 als Waltersdorf slawika erstmals urkundlich erwähnt. Rund 80 Jahre zuvor hatten sich hier die ersten Bauern und Schiffer in der Nähe des Flakensee angesiedelt. 1550 wurde die berühmte Woltersdorfer Schleuse errichtet, die den Flakensee mit Kalksee verbindet.
***

Hoch oben über der Schleuse liegt der Kranichsberg mit dem Aussichtsturm. Von der nur noch tröpfelnden Liebesquelle geht ein Stieg 15-20 Minuten steil bergan, geradeso als würdet ihr im Hochgebirge wandern. Ein wenig Kondition ist also nötig! Inzwischen geht es auch weniger schweißtreibend den Kranichsberg hinauf. Von der Straße "An der Maiwiese", wo sich ein PKW Parkplatz befindet, können auch Senioren den Aufstieg zum Aussichtsturm bequem bewältigen.
***

Der 1884 gegründeten "Verschönerungsverein Kranichsberg" baute 1886 den ersten Aussichtsturm. Der 18 Meter hohe "Kronprinz-Friedrich-Turm" wurde jedoch in den letzten Kriegstagen 1945 durch Feuer zerstört. Erst 1962 konnte ein neuer Turm errichtet werden. Der ragt nun 25 Meter hoch und steht auf der Spitze des Kranichsbergs, die 102 Meter über NN ist. Von 1976 an wurde der Aussichtsturm von der Stasi als Sendeturm genutzt, so war er erst 1990 für das Publikum wieder zugänglich. Für ein geringes Entgelt kann jeder die Holztreppen hinaufklettern, um weit über die Wälder und Seen Berlins und Brandenburgs zu schauen. Im Inneren des Turms befindet sich eine Dauerausstellung, sie erzählt von der vergangenen Zeit, als in Woltersdorf nahezu 50 Filme gedreht wurden, wie: "Die Herrin der Welt" und "Das indische Grabmal". Das märkische Hollywood hat bedauerlicherweise die Weltwirtschaftskrise und den Krieg nicht überstanden.
***

Rund um die Schleuse befinden sich mehrere Hotels und Gaststätten, so dass auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.

Tipp: Wer eine gute italienische Küche zu zivilen Preisen mag, der kann mit dem Auto die Schleusenstraße bis zur Ampel fahren und rechts in die Rüdersdorferstraße einbiegen Anfahrtskizze. Nach drei Kilometern befindet sich auf der linken Straßenseite ein großer, auch für Reisebusse geeigneter, Parkplatz. Der Platz gehört zum Ristorante Roma. Von seinen beiden Terrassen, direkt am Mühlenflies, kann man sein Mahl mit Blick auf die vorbeifahrenden Boote genießen.


Kommentar schreiben


Top